Dauerausstellung: Mahlzeit

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Foto: Bettina Osswald

Dauerausstellung vom 03. Juni bis 08. September 2007

In den Schaufenstern leer stehender Ladenlokale und solchen, die von Ladeninhabern für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden, wird das Projekt während seiner gesamten Dauer künstlerisch beworben.

Im Stadtteil konnten zahlreiche Menschen für eine Mitwirkung an dieser Aktion gewonnen werden: Privatleute, Einrichtungen, Institutionen, Künstler, Gemeinden und Vereine.

Diese mitwirkenden Bürger / Institutionen gestalteten „ihren“ Küchentisch nach ihrer jeweiligen Herkunft, nach Tradition und Geschmack. Andere haben das Thema künstlerisch-assoziativ bearbeitet. In jedem Falle wurde große Kreativität bewiesen.

In jedem Schaufenster ist eine Tafel mit Hinweis auf die Verantwortlichen der Installation aufgestellt. Die Fenster selbst sind mit dem Logo des Projektes versehen (Folienschriften). Zudem gibt es Ankündigungen zu den nächsten Veranstaltungen in der Gerüch(t)küche.

Am Tage der Einweihungsfeier des neuen Schusterplatzes werden die Schaufenster geräumt. – Es soll der Eindruck erweckt werden, dass die Festtische „gerade eben“ aus den Läden herausgeholt wurden. Deshalb werden „Reste“ in den Fenstern zurückbleiben; kleine Hinweise auf das gestern noch Dagewesene: Ein umgestürztes Teeglas, zwei Servietten auf dem Boden u.ä.

Bilder der Vernissage

Olaf Reitz – Schauspieler, Sprecher, Theatermacher

Marienstraße 47 / ehem. Gemüseladen und Projektbüro während des Bürgerbeteiligungsverfahrens. Ab jetzt Ort der Gerüch(t)eküche:

Olaf Reitz – Schauspieler, Sprecher, Theatermacher

„Kleines Frühstück Wuppertal“

…repräsentiert emblematisch die Motivationspotenz des sog. „Muckerthals“ aus selbigem sich erheben zu können; kontrastiert durch ein audiophiles Paralleluniversum, das seinerseits paradiesische Versprechen nicht wird einlösen können.

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Foto: Bettina Osswald

Olaf Reitz, Hedwigstr. 23, 42105 Wuppertal, Tel 0202-3099262, www.olafreitz.de

Gemeinschaftsgrundschule Marienstraße

Marienstraße 47 / ehem. Gemüseladen

Diese “neunzehn hungrigen Gäste” wurden von Kindern der ersten und zweiten Klassen gestaltet: Ajla, Albina, Alessio, Alexander, Asya, Beyda, Beyza, Chantal, Erdem, Fatma, Jacqueline, Jasmina, Leyla, Maria, Radiye, Seval, Smilla, Süleyman und Tharsika. Unter der Leitung von Sabine Comes entstand die Arbeit im Rahmen der “Projektwoche” im Juni. Material: Wellpappe, Klebeband, Papierleim, Dispersionsfarbe, Jaxonkreide.

Mahlzeit: Grundschule

c/o Sabine Comes, Grafikerin/Illustratorin, Schneiderstraße 11, Tel 0202-307571

„Nordstadtkünstler“

Marienstraße 37 / ehem. Stadtteil-Treff, Bäckerei:

„Nordstadtkünstler“

Alle 10 hier vertretenen Künstler/innen sind in der Elberfelder Nordstadt beheimatet: Bernd Bähner, Sabine Comes, Olaf Engel, André Kern, Nicole Kreischer, Georg Janthur, Daniel Schmitt, Eva Cukoic, Lutz Otterbach und Dagmar Zellner. Jede/r von ihnen hat ein eigenes Platz-Set zum Thema „Mahlzeit“ künstlerisch gestaltet. Diese 10 Arbeiten wurden auf eine eigens zugeschnittene Tischplatte montiert.

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c/o Bernd Bähner, Tel 0202-434985; Sabine Comes, Tel 0202-307571

Janneth B. de Wegener

Brunnenstraße 41 / ehem. Info-Laden

Janneth B. de Wegener

Die aus Ecuador stammende Tanzpädagogin Janneth B. de Wegener hat für diese Tisch-Installation eine Tradition ihrer Heimat aufgegriffen: Zu Allerheiligen treffen sich die Indígenas, die indianischen Ureinwohner Ecuadors, auf den Gräbern ihrer Vorfahren, um ihnen davon zu erzählen, wie die Ernte und das gesamte Jahr verlaufen sind. Aus Dankbarkeit für die Taten der Ahnen feiert man mit ihnen gemeinsam ein Fest – mit Musik, typischen Gerichten aus Mais, Früchten und Bohnen. Die feiernden Menschen und die Gräber werden dazu mit den in Ecuador allgegenwärtigen Rosen geschmückt.

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Janneth B. de Wegener, Tel 0202-4793392

Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-Friedhofskirche

Marienstraße 19 / Glaserei Hajek

Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-Friedhofskirche

Mitglieder dieser evangelischen Gemeinde haben eine für unsere Region typische Kaffee-und-Kuchentafel aufgebaut, zu der sonntags nachmittags Freunde oder Verwandte eingeladen werden.
Die diakonische Arbeit auf dem “Ölberg” ist eine besondere Aufgabe der Gemeinde. Ihr Zentrum ist die 1894-1898 erbaute Friedhofskirche an der Hochstrasse, die als bedeutendster evangelischer Kirchenbau des 19. Jahrhunderts im Rheinland gilt.

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c/o Ev. Kirchengemeinde Elberfeld-Nord, Kirchplatz 1, 42103 Wuppertal, Tel 0202-97440-0

RAA Wuppertal

Marienstraße 17 / ehem. Haushaltswarengeschäft

Die RAA Wuppertal (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) fördert und unterstützt die schulische, berufliche und soziale Integration. Integration wird verstanden als interkultureller Lernprozess, der alle Mitglieder und Teile der Gesellschaft betrifft. In der Elberfelder Nordstadt arbeitet die RAA im Projekt “Multikulturelle Nordstadt” mit elf unterschiedlichen Einrichtungen und Institutionen aus den Bereichen Kindergärten, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Familienbildung und Migrantenvereinen in einem Netzwerk zusammen. Die RAA symbolisiert hier die Vielfalt der kulturellen Einflüsse, denen WIR selbstverständlich und tagtäglich begegnen. Es ist ein bunter Tisch entstanden, der zum miteinander Reden, Kennlernen und gemeinsamen Tun einlädt.

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Foto: Bettina Osswald

RAA, Gathe 6, 42107 Wuppertal, Tel 0202-563-2096,
www.wuppertal.de/raa

Städt. Tageseinrichtung für Kinder Marienstrasse 7

Marienstraße 22 / Bäckerei Stollenwerk (Lagerraum):

Städt. Tageseinrichtung für Kinder Marienstrasse 7

Auf die Frage: „Wie stellt ihr euch eine Festtafel vor?“ sprudelten die 10jährigen Kinder in der Tageseinrichtung vor Ideen. Ganz wichtig waren „Gold“ und „Kerzen“, aber auch Blumen und Früchte landeten weit oben auf der Festtisch-Skala. Mit großer Begeisterung gestalteten die Kinder ihre Tafel mit Kleister, Holz und anderen Materialien völlig eigenständig.

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Foto: Bettina Osswald

c/o Fr. Engels, Tel 0202-2572836

Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

Marienstraße 5 / ehem. Geschäft orientalische Damenmode:

Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

Diese Szenerie ist angelehnt an ein Gastmahl am typischen Versammlungsort in Kirgistan, einer Jurte (türkisch: Yurt = Heim). Dieses traditionelle Zelt der Nomaden in West- und Zentralasien nimmt einen zentralen Platz in der kirgisischen Kultur ein. Dies lässt sich leicht an der Tatsache ablesen, dass die Nationalflagge Kirgistans das Gestänge einer Jurte um die obere Rauchabzugsöffnung darstellt. Gewöhnlich sitzen die Menschen auf dem Boden um einen runden Tisch herum.

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Foto: Bettina Osswald

c/o Olga Horst, Moselstraße 5, 42117 Wuppertal, Tel 0202-667625

Türkisch-islamischer Kulturverein / DITIB-Moschee (Gathe)

Marienstraße 8 / ehem. Türk. Supermarkt, heute Lager YUVAM Möbelhaus Schwesterstr.:

Mitglieder der DITIB-Moschee haben den Moment des Fastenbrechens nach Ramadan als Ausgangspunkt für diese Tisch-Installation gewählt. Ein türkischer Tisch mit landesüblichen Dekorationen und Samowar für die Teezubereitung; dazu Blätter mit den Gebeten, die zum Fastenbrechen gesprochen werden – in türkischer, arabischer und deutscher Sprache. – Übrigens: in diesem Jahr beginnt der Fastenmonat Ramadan am 13. September, das Fest zum Fastenbrechen wird am 13. Oktober gefeiert.

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Foto: Bettina Osswald

c/o Selim Mercan, DITIB-Moschee, Gathe 31a, 42107 Wuppertal

Mabel Selam

Marienstraße 6 / ehem. Internet-Café, oberes Fenster

Der Verein eritreischer Frauen, „Mabel Selam“, trifft sich einmal im Monat in der Unterbarmer Pauluskirche. Für das Projekt „Mahlzeit“ beziehen sie sich hier auf einen schönen Brauch: In Eritrea ist es Tradition, dass sonntags Besuch kommt – zu diesem Anlass rösten die Frauen Kaffee, mahlen, kochen und trinken ihn gemeinsam. Die Frauen müssen dabei unbedingt Kleider (keine Hosen!) tragen, sonst gelingt der Kaffee nicht. Der Geruch des Kaffees vertreibt die bösen Geister. In einem Teller aus Wolle und Stoff werden selbst gemachtes Popcorn, Erdnüsse und Süßigkeiten dazu serviert.

Mabel Selam - Installation Mahlzeit

Verein eritreischer Frauen – Mabel Selam

Paul Decker / „Am langen Handok“

Marienstraße 6 / ehem. Internet-Café, unteres Fenster:

Der beliebte Frontmann der Mundart-Band „Striekspöen” ist ein Wuppertaler Urgestein und Bewahrer hiesiger Kultur und Lebensart. Sein Tisch symbolisiert die zwei historischen den Ölberg prägenden Bewegungen: Religion und Politik. Auf der einen Seite die kleinbürgerliche Kaffeetafel mit der Bibel als Ort des Gebetes in der Familie. Auf der anderen Seite der Biertisch mit politischen Manifesten, an dem trefflich diskutiert und gestritten wurde.
Paul Deckers Eckkneipe „Arkadas“ wird übrigens in Kürze in „Am langen Handok“ umgetauft – nach einem in den 80er Jahren abgerissenen Haus in direkter Nachbarschaft.

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Foto: Bettina Osswald

c/o Am langen Handok (Arkadas),
Marienstrasse 49, 42105 Wuppertal

Diakonissen-Schwesternschaft Bethesda

Hochstraße 44 / 2nd Hand-Laden der Diakonissen-Schwesternschaft Bethesda

Im März 2007 hat die Diakonissen-Schwesternschaft diesen Second-Hand-Laden eröffnet. Nach dem Ende ihres Dienstes im Krankenhaus haben die Schwestern sich gefragt, wie sie auch zukünftig Menschen in unserer Stadt erreichen können; was die Menschen brauchen und was sie ihnen geben können. Den Schwestern ist es wichtig, Menschen konkret zu helfen und Raum zu schaffen für die Begegnung und das Gespräch. Das ist die Grundlage dieses Ladens; symbolisiert durch diesen Tisch, der mit Gegenständen aus dem Geschäft dekoriert ist.

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Foto: Bettina Osswald

Oberin Schwester Ingrid Saur, Hainstraße 59, D 42109 Wuppertal, Tel 0202-26 55 1-110
www.bethesda-diakonissen.de

Atelier Angelika Bierbrauer

Dorotheenstraße 1/Ecke Marienstraße:

Die Straßen meines Viertels tragen Frauennamen
Mein Viertel ist eine jener schönen Frauen aus längst vergangener Zeit
Charlotte Gertrude Marie und Sophie
Meines Viertels Plätze scheinen in Paris zu stehen – Les Beaux Quartiers du Nord
Aus den Häusern dringen Stimmen und Musik Orient und Okzident – Alle Länder fanden hier Heimat.
In meinem Viertel sind die Menschen jung und alt doch immer lebendig
Tippen Tappen tönt es in den Gassen meines Viertels
Dort um die Ecke steht Else und lächelt mir zu

Gerüchteküche - Mahlzeit

Angelika Bierbrauer, freischaffende Künstlerin, Tel 0202-315359

Studio Elke Masino

Dorotheenstr. 2 /Ecke Marienstraße:

Die Pianistin Elke Masino liebt Griechenland mit seiner Sonne, dem Meer, den Stränden, aber auch den Bergdörfern; vor allem wegen der Lebensart der Menschen dort. Deshalb hat sie die griechische Sprache gelernt und sich intensiv mit der griechischen Musik beschäftigt. Das angenehm Dörfliche findet sie auch auf dem Ölberg wieder; ohne kleinbürgerliche Enge, stattdessen mit verbreiteter Toleranz und Kreativität. Und so wirkt dieser original griechische Tisch hier nicht wie ein Fremdkörper, sondern gibt dem Ölberg einen weiteren Hauch Leichtigkeit und südländische Lebensart.

Gerüchteküche: Studio Elke Masino

Elke Masino, Studio für Klavierunterricht, Tel 0202-316046